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pferde ausladen
Eines der 20 völlig verstörten Pferde, die in Fürstenfeld zur Notversorgung ausgeladen wurden ...


pferdetransporter
Tag für Tag müssen unzählige Tiere tausende an Kilometern zurücklegen. Dieser Lkw ist für Pferde bestimmt ...

"Rollende bombe" chauffierte 20 Pferde quer durch österreich

"Unglaublich ! Dass der Lenker diesen Lkw überhaupt noch irgendwie zum Stehen gebracht hat, grenzt an ein Wunder", so ein Polizeibeamter. Defekte Bremsleitungen und -scheiben, funktionslose Luftfederung, ausgeschlagene Radlager sowie Reifenprofile, die an einen Formel-1-Boliden erinnern. Mit dieser "rollenden Bombe" wollten zwei polnische Berufslenker von ihrem Heimatland aus quer durch Österreich bis nach Bologna in Italien fahren - eine 1300 km lange Strecke !

"Und das mit insgesamt 20 Pferden an Bord. Unverantwortlich !" so der Beamte weiter. Zusätzlich waren die Lenker bereits mehr als 8 Stunden ohne Pausen unterwegs - vorgelegte Ruhezeiten-Bestätigungen erwiesen sich als Fälschungen !

Der Laster sowie die Fahrer wurden aus dem Verkehr gezogen. Die völlig verstörten Tiere wurden in einer nahe gelegenen Pferdekoppel untergebracht.

Bei diesem Gestüt folgte die nächste Komplikation und für Tierliebhaber herzzerreißende Szenen: Die Tiere waren bereits so verstört, dass trotz Beruhigungsspritze eines Tierarztes nur sechs aus den Anhängern gebracht werden konnten.

Diese sollen am Gestüt wie wild geworden umhergelaufen sein und einen Zaun ruiniert haben, so dass der Besitzer wegen der weiteren 14 Pferde abwinkte. Diese mussten deshalb zurück im Burgenlandüber Nacht im Wagen ausharren und fanden schließlich Sonntagvormittag auf einem Hof in Poppendorf Unterschlupf.

Doch im Endeffekt wartet doch der Schlachthof in Italien auf die 20 Pferde ...!

Kulmer von der Tier-WeGe meint dazu: "Es zerreißt uns das Herz. Wir treffen nahezu wöchentlich Hunderte dieser sogenannten "Nutz"-Tiere, die nur deshalb Tausende an Kilometern verfrachtet werden, um in einem Schlachthof ihr letztes Ausladen zu erleben. Oder Tiere wie zB Kälber werden über Tausende Kilometer gefahren, um in einem Maststall zu landen, wo im Endeffekt nach kurzer Zeit auch hier nur der Schlachthof auf sie wartet.

Wann begreifen die verantwortlichen PolitikerInnen endlich, dass Langstrecken-Tiertransporte ein einziges Gräuel darstellen und absolut nicht wirtschaftlich rechtzufertigen sind ...?!

Jedenfalls werden wir weiter für die Tiere kämpfen. Wir setzen uns vehement für ein endgültiges Aus der Langstrecken-Tiertransporte ein. Wir ruhen nicht eher, bis wir unser Ziel erreicht haben !"

Quelle: Tier-WeGe, "Kronenzeitung", "Kurier" - 31.03.2008

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