"Es ist aus naturschutzrechtlic hen Gründen ein Wahnsinn, wie der Laster überladen ist", gerät ein Polizeibeamter kurz in Rage, als er mit dem Frächter telefoniert. 1850 Ferkel, kaum vier Wochen alt, wurden in Deutschland Montagabend in einen holländischen Sattelschlepper gezwängt. Auf vier Etagen drängten sich die kleinen Schweine, um nach Ungarn zur Schlachtbank gebracht zu werden.
2.000 Ferkel auf engstem Raum
Der Transporter aus den Niederlanden ist nach Ungarn unterwegs, als ihn die Autobahnpolizei in Alland routinemäßig anhält.
Statt den erlaubten 900 Tieren sind aber mehr als doppelt so viele Ferkel auf vier Ebenen verladen ! Insgesamt knapp 2.000 Ferkel sind auf engstem Raum zusammengepfercht. Die Tiere waren dem Verdursten nahe !
Tiere zu Notversorgungsstellen gebracht
Der beladene Lkw wurde von der Polizei und Tierärzten zu einer Notversorgungsstelle im Bezirk Wiener Neustadt gebracht. Dort wurde etwa die Hälfte der erschöpften Tiere aus dem LKW geladen und versorgt.
Die übrigen Ferkel blieben im Transporter, erhielten frisches Wasser und sollen umgehend an ihr Ziel - zu einem Schweinemäster nach Ungarn gebracht werden.
Der Frächter muss 3600 Euro Strafe zahlen und die Unterbringungskoste n übernehmen.