Um 19:30 Uhr erhielten AktivistInnen der "Tier-WeGe" den verzweifelten Anruf einer aufmerksamen Frau, die in Königsdorf, Burgenland einen Lämmertransporter bei einer Tankstelle sah. Die Tierbabies schrien erbärmlich vor Durst !
Sofort nahm die "Tier-WeGe" die Verfolgung des Lämmertransporters auf und verständigte die Exekutive um den mangelhaften Tiertransporter zu überprüfen. Es bestand der dringende Verdacht, dass die Tiere erstens nicht getränkt wurden und zweitens das gesetzlich vorgeschriebene Tränkesystem nicht funktionierte.
Bereits beim Telefonat mit der Exekutive ahnten die TierschützerInnen, dass diese Beamten die Kontrolle des Tierfrachters nicht interessierte: "... wir kennen die Problematik rund um diese Tiertransporte ... verhindern können wir das sowieso nicht ... alle Tiertransporter, die wir bisher kontrolliert haben, waren zu 100% tip top in Ordnung ...", waren nur ein paar der Aussagen des Polizisten am Telefon.
Der Lämmertransporter wurde schließlich beim Parkplatz "Herzogenberg" auf der A2 Richtung Italien von zwei Polizeibeamten gestoppt. Was dann folgte, ließ die TierschützerInnen verzweifeln: Die Beamten waren ungehalten und kontrollierten nur den Führerschein des Lkw-Lenkers ! Einer der beiden Tiertransporteure war äußerst aggressiv. Nachdem er auf einen Tierschützer provozierend zuging und dieser natürlich nicht darauf reagierte, schrie er mit den Polizisten. Das einzige Kommentar eines Beamten darauf war "... fahren Sie schon weiter ..."
Inzwischen überprüfte eine Tierschützerin die Lämmer im Inneren des Lkw's und konnte kein Tränkesystem finden. Die Tiere brüllten laut und verzweifelt vor Durst. Trotz Anraten der Tierschützer, die Tränken zu überprüfen, ließ sich die Polizei nur ein "Zertifikat" zeigen, dass die Ordnungsmäßigkeit der Tränken angeblich bestätigen sollte. Mit dem "Zertifikat" gaben sich die Polizisten zufrieden, ohne dass sie sich überzeugten !
Nach dieser Kontrolle, die nicht einmal eine ordnungsgemäße Lenkerkontrolle war, ließen die Beamten den Tiertransporter weiterfahren. Nikolaus Kubista von der "Tier-WeGe" dazu: "Wenn die Kontrollen von Tiertransporten so ausschauen, ist es auch klar, dass alle von diesen Beamten bisher kontrollierten Tiertransporter "zu 100% tip top in Ordnung" waren ! Diese Kontrolle war eine einzige Farce !"
Solange Menschen wie diese Beamten meinen, dass es "in Ordnung" ist, dass Tiere vor Durst bzw. Hunger schreien, solange werden wir uns für mehr Rechte für die Tiere stark machen ! Denn das ist keinesfalls 'in Ordnung' ! Die Menschen maßen sich auf Grund ihrer Gier nach Profit an, Langstrecken-Lebend-Tiertransporte als gesetzlich legitim scheinen zu lassen. Dann wird den zweifelnden EU-BürgerInnen weisgemacht, dass die Kontrollen dieser Horrortransporter bestens funktionieren ... Und dann erlebt mann/frau solche völlig unzureichenden Kontrollen, die nicht einmal als eine solche bezeichnet werden können !