Der Salzburger Tiertransport-Inspektor Dr. Manfred Pledl hat vergangenen Mittwoch auf dem Walserberg (ehemalige Grenze zu Deutschland) einen Kälbertransporter mit 210 Tieren gestoppt.
Er hat sich über das Informationsnetz TRACIS kundig gemacht, dass die Kälber aus Rumänien über Ungarn, Österreich, Deutschland und Frankreich nach Spanien transportiert werden sollen. Wegstrecke: 2400 km! Platz pro Kälb auf der Ladefläche: 0,4 m2 !
Pledl legte sich auf die Lauer und um 17:00 Uhr traf der Transporter ein. Die Tiere waren zu diesem Zeitpunkt bereits 18 Stunden unterwegs. Sie brüllten vor Durst so, dass neben dem LKW kein Gespräch mehr möglich war, so Pledl. Der LKW-Fahrer zeigte sich völlig ungerührt ...
Zwar war der Transporter mit Tränken ausgestattet, aber für Schweine und somit völlig untauglich für die (noch nicht abgesetzten) Kälber. Zudem führte der Lkw gar kein Wasser mit !
Das jüngste Kalb war erst 17 Tage alt, das Gros vermutlich drei Wochen.
Die großzügige Einstreu war sauber. "Weil die Tiere vorher bewusst nicht mehr gefüttert wurden !" sagt Pledl.
Pledl hat gegen den Protest des Fahrers angeordnet, dass die Tiere nach Bergheim kommen, entladen und (insgesamt zwei mal) getränkt werden und 24 Stunden pausieren. Am Donnerstag Abend setzte der LKW seine Fahrt fort.
Die grausamen Lebend-Tiertransporte nehmen ihren Lauf ...!
Wir, die Tier-WeGe, werden nicht aufgeben, bis dieser WAHNSINN endlich ein Ende gefunden hat !
Quelle: "Die Tier-WeGe", Salzburger Nachrichten" - 01.02.2008