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Eine Tragödie: Kälber auf dem Weg von Litauen nach Italien ... !

"Die Tier-WeGe" ließ einen Kälbertransporter, der mit litauischen Kälbern beladen war, auf der A2 von steirischen Polizisten stoppen. Der Tiertransporter war verbotenerweise am Sonntag unterwegs


Nicht genug, dass die Vorschriften für Tiertransporte sehr dürftig sind. So werden auch diese noch missachtet, wie der Kälber-Tiertransporter, der an einem Sonntag unterwegs war, bestätigte.

Nachdem "Die Tier-WeGe" den Kälbertransporter auf der Autobahn gesichtet hatte, verständigten die AktivistInnen sofort die Polizei. Der Lkw wurde schließlich Höhe Steinberg von steirischen Beamten gestoppt. Die TierrechtlerInnen waren dem Tiertransporter gefolgt und so konnten sie die Kontrolle des Kälbertransporters vor Ort beobachten.

Leider stellte sich einmal mehr heraus, dass die Polizei keinerlei Kenntnisse über die richtige Kontrolle eines Tiertransporters hatte. Der Exekutive war nicht klar, dass der Transporter an diesem Sonntag verbotenerweise unterwegs war. Wir machten die Polizisten darauf aufmerksam, die Fahrer zu fragen, wie alt die Kälber seien. Doch die Tierfrächter verstanden kein Wort Deutsch und auch nicht Englisch ... Die Frachtpapiere waren in einer osteuropäischen Sprache ausgestellt, sodass keinerlei Fakten daraus zu lesen waren. Die Rücken der Kälber standen am oberen Deckboden an - und dass bei einer Fahrtlänge über tausende Kilometer !

Für uns zeigte sich einmal mehr, dass die Exekutive keinerlei Schulung in Sachen Tiertransport-Kontrollen hat. Und das, obwohl gerade Lebend-Tiertransporte normalerweise sehr genau zu kontrollieren sind. Schließlich handelt es sich da um Lebewesen, denen wahnsinnig weite Fahrtstrecken und -zeiten zugemutet werden. Wir prangern hier keinesfalls die Exekutive an. Wir prangern die europäische Gesetzgebung an! Gerne spricht mann/frau von "genauen Kontrollen" und "einwandfreien verbesserten Gesetzen", doch die Realität sieht bei weitem anders aus: Zumindest die Papiere müssten mindestens auf Englisch ausgestellt sein, wenn schon Tiere EU-weit durch die verschiedensten Staaten transportiert werden ...

Kälber brauchen normalerweise ca. sechsmal täglich Nahrung, was ihnen natürlich nicht auf diesen immens langen Fahrten geboten wird.

Die Tiere auf den Lkw's - egal, welcher Art - sind oft verletzt, immer verängstigt, durstig, sie wissen nicht, was mit ihnen geschieht. Langstrecken-Lebend-Tiertransporte sind der größte Horror unserer Zeit ! Wir nennen uns "zivilisierte, fortgeschrittene" Menschheit und lassen Millionen, ja Milliarden Tiere weltweit lebend durch die Welt transportieren. Und das einfach aus dem einen Grund: Tiere als Sache betrachtet und nicht als Lebewesen, die sie aber schließlich sind. Es ist höchste Zeit, dass PolitikerInnen die Forderung der Mehrheit der Bevölkerung in die Tat umsetzen. Nämlich: Stoppt diese irrsinnigen Langstrecken-Lebend-Tiertransporte !

Wir werden nicht eher ruhen, bis unsere Forderung endlich ernstgenommen und umgesetzt worden ist !

"Die Tier-WeGe" - 14.10.2007

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