tier-wege gegen tiertransporte tierrechte austria österreich 2011

Mach mit beim tierschutzlauf 2011 tier-wege vgt donauinsel wien

tier-wege news
tier-wege termine 2009
tier-wege bekämpft tiertransporte
tier-wege baut mahnmal gegen tiertransporte
tier-wege fordert tierrechte
tier-wege sammelt unterschriften gegen tiertransporte
tier-wege läuft gegen tiertransporte
vegane tipps vegetarische lebensweise
aktiv werden hilf mit
mitglied werden bei tier-wege spenden
tier-wege shop
tier-wege stellt sich vor
tier-wege kontakt

"Die Tier-WeGe"
A-8200 Gleisdorf
Tel: +43 (0664) 2502099
Fax: +43 (03112) 6640-4
info@tier-wege.at

Unser Hilfskonto:
Kto. 86310.605.320
BLZ: 14000
Bawag Graz-Andritz


IBAN: AT801400086310605320
BIC-Code: BAWAATWW





 


Das Glück der Bio-Tiere endet am Bauernhof

Bei den Transporten und in den Schlachtbetrieben werden diese ganz konventionell behandelt – das neue Tiertransportgesetz bringt kaum Erleichterung


Vor einer Woche wollte man schon jubeln: Das neue Tiertransportgesetz, das schon mit ersten August in Kraft treten soll, schränke die Transportzeiten massiv ein. Nämlich von den von der EU vorgesehenen acht Stunden auf viereinhalb Stunden bei innerösterreichischen Schlachtviehtransporten. Die ausposaunte Freude aus dem Ministerium währte leider nur sehr kurz.

Verlängerung der Transportzeit
"Mit dem neuen Gesetz wird es möglich, dass Tiere in Summe über neun Stunden unterwegs sein dürfen", so ein Tierschutzexperte. "Werden die Tiere viereinhalb Stunden befördert, können diese nach einer Pause von 45 Minuten weitere vier Stunden transportiert werden." Das sei, so der Tierschutzexperte, eine klare Verschlechterung der Situation. Genau genommen von derzeit erlaubten sechs Stunden auf über neun.

Gesetzeswidrige Neuneinviertelstunden?
Jetzt wird geprüft, ob die geplanten langen Transportzeiten überhaupt rechtens sind: "Das neue Gesetz ist ja eine Umsetzung der EU Verordnung von 2005, in der eine Maximaltransportzeit von acht Stunden vorgegeben wird. Österreich schafft unserer Auffassung nach mit den Neuneinviertelstunden eine Regelung die gesetzeswidrig ist. Das prüfen wir zurzeit nach."

Studie beauftragt
Auch Reinhard Geßl von Bio Austria ist mit dem Tiertransportvorschlag von Bundesministerin Kdolsky nicht zufrieden: Die 45-minütige Pause zum Tränken sieht der Leiter für Forschung, Innovation und Wissensmanagement bei Bio Austria als eine zusätzliche Stresssituation beim Be-und Entladen.

Bio endet am Bauernhof
Erste Entwürfe zu den Ergebnissen liegen seit Mai 2007 vor: In der Regel gehen Biotiere mit einer konventionellen Transportfirma zu konventionell arbeitenden Schlachtbetrieben. Aus wirtschaftlichen Gründen sind das meist Sammeltransporte, die einzelne Tiere von vielen Höfen abholen, um dann zu einem Vertragsschlachthof zu fahren, der nicht unbedingt im Bundesland liegt. "Ich habe einmal von einem Sammeltransport gehört, der innerhalb Österreichs 19 Stunden unterwegs war", so ein Tierschützer. Die Information stamme von einem Tierinspektor.

Stressminimierung und würdevoller Umgang
Gessl von Bio Austria sieht es deshalb als eine Herausforderung die Situation für Biotiere zu verbessern. "Wir haben in Deutschland eine Studie beauftragt, die sich die heiklen Bereiche Transport und Schlachtbedingungen bei uns anschauen soll. Diese steht kurz vor dem Abschluss." Die ersten Ergebnisse zeigen: Stressminimierung und ein würdevoller Umgang beim Transport und am Schlachthof würde es den Tieren um vieles leichter machen.

"Ich glaube, dass es in den nächsten ein zwei Jahren wirklich konkret werden wird. Wir sind jetzt bemüht zum Beispiel mit Handelsketten eine durchgängige Qualitätskette von der Geburt bis zur Schlachtung zu schaffen." Die große Chance heißt stark steigende Nachfrage, verbesserte Markenprogramme und beste Verkaufszahlen.

Die Kette schließen
Die Kette schließen hieße in diesem Fall Biotiere auf den Transport vorzubereiten. Zum Ent-und Beladen rutschfreie, flache Aufgänge mit blickdichten Wänden zu verwenden. Oder am Schlachthof eine ruhige Situation zu schaffen. Dazu zählt: Wenig Lärm, angenehmes Licht und eine Tiergruppe, die sich kennt, zusammenhalten. "Das sind psychologische Tricks die diesen Schritt erleichtern."

Zusätzlich wäre es laut Geßl sinnvoll professionelle Tiertransporteure zu schulen: "Bewusst machen, dass ihre Tätigkeit nicht der Transport von Waren, sondern von lebendigen Tieren ist, die nach einem würdevollen Umgang verlangen."

Viel zu niedrige Strafrahmen
Den konventionellen Nutztieren wird das wahrscheinlich wenig nutzen. In ganz Österreich stehen zur Zeit drei Kontrolleure zu Verfügung, um Strafen zu verhängen, die "unserer Meinung nach zu niedrig angesetzt wurden und inakzeptabel sind". Ein Tierschützer rechnet vor: "5000 Euro für schwere Übertretungen und 7500 Euro im Wiederholungsfall. Ein Experte hat uns ausgerechnet, dass ein Transporteur, der Stiere in Polen lädt und nach Italien transportiert ungefähr 10.000 Euro Gewinn macht, pro Transport." Die Verordnung der EU, um deren Umsetzung es geht, sieht indes vor, dass die Strafen "verhältnismäßig hoch und abschreckend wirken sollen", so der Tierschützer.

Quelle: "Der Standard" - 05.06.2007

ZURÜCK


tier-wege tierrechte gegen tiertransporte 2011

tier-wege termine events infoabend vorträge 2011

tiertransporte

Für den Inhalt verantwortlich:
"Die Tier-WeGe" 2011




 
tier-wege sammelt unterschriften gegen tiertransporte tierwege kontrolliert tiertransporte prüfen check tier-wege laufdemo laufen gegen tiertransporte 2011 tier-wege bekommt österreichischen tierschutzpreis 2010