
Die Veranstaltung war perfekt organisiert ...

ca. 400 - 450 Menschen waren vor Ort ...

Viele Medien fingen die Meinungen der Anwesenden ein ...

Niki Kulmer von der Tier-WeGe schnitt kurz an, dass dieser Stall enormes Tierleid verursachen würde ...

Hitzige Diskussionen und Gedankenaustausch im Publikum.
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Ein Riesenandrang von mehr als 400 Leuten war das vergangenen Dienstag, als die Bürgerinitiative gegen den Megastall Gralla in der Mehrzweckhalle Gralla ins Leben gerufen wurde.
AktivistInnen der Tier-WeGe und vieler anderer Tierschutzorganisationen wie VGT und Arche Noah Graz waren natürlich auch zahlreich vor Ort. Der enorme Ansturm bei der Veranstaltung in Gralla zeigt auf, wie sehr der geplante Mega-Schweinestall die Menschen bewegt !
Rund 400 bis 450 Personen waren schließlich im Saal versammelt, um der Gründung der Bürgerinitiative beizuwohnen. Unter dem Motto "NEIN zu Sauen in den Gralla-Auen!" war diese Auftaktveranstaltung einfach genial.
Den vielen Anwesenden wurde anhand einer Powerpoint-Präsentation die gravierenden Problempunkte aufgezeigt, ein Riesenplakat stellte den Slogan der Bürgerinitiative vor, vorgedruckte Unterstützungserklärungen konnten gleich vor Ort ausgefüllt und in Urnen eingeworfen werden.
Viele namhafte Personen aus Politik, den Medien und Wirtschaft nahmen dann Stellung zum Schweinestall. Alles GegnerInnen des Megaprojekts. Als ehrenamtlicher Sprecher der Bürgerinitiative wurde der ehemalige Wasserwerkchef Walter Ultes bestätigt, der auch durch den Abend führte.
Die Eckpunkte des geplanten Schweinestalls:
- 2 Jahre zuvor waren die Grundstücke gekauft worden (40.000 m²)
- Die Ferkelzucht soll angrenzend an ein Natur- und Vogelschutzgebiet sowie einem wichtigen Trinkwasserresservoires gebaut werden
- Die verbaute Fläche soll 20.000 m² betragen
- Der Stall würde sich im HQ100-Gebiet befinden (Hochwassergebiet)
- Trotz einstimmigen Gemeinderatsbeschluss der beiden betroffenen Gemeinden Gralla und Ragnitz soll der Stall gebaut werden
- Das betroffene Gebiet ist ein beliebtes Tourismus- und Naherholungsgebiet, wo auch seltene Pflanzen - wie zB die Rotalge - beheimatet sind.
- In einem in Österreich bisher noch nie da gewesenen Ausmaß sollen in diesem Stall 2.200 (!) Muttersauen ca. 50.000 bis 60.000 Ferkel pro Jahr gebären !
Bei dieser Veranstaltung wurden erstmals die Ängste und Sorgen der unmittelbar betroffenen BürgerInnen auf den Tisch gebracht.
Petra Kulmer von der Tier-WeGe:
Ich war äußerst positiv überrascht, dass so viele Leute dabei waren ! Das zeigt, dass es den Menschen mehr und mehr bewusst wird, dass der Weg in Richtung exzessive Massentierhaltung der falsche ist. Wir unterstützen die Bürgerinitiative natürlich wo es uns nur möglich ist, was in erster Linie im Tierschutz sein wird. Über die Tiere wurde noch nicht gesprochen - das wird an einem anderen Tag sicher Thema werden. Es gilt, wieder mehr Respekt vor unseren Mit-Lebewesen zu haben und es gilt, dieser falschen Subventionspolitik, wo nur große BetreiberInnen Nutznießer sind, endlich das Garaus zu machen ! Diese Art von Ställen zerstört die kleinbäuerlichen Strukturen und läßt die Bauern verarmen. Auch wir sagen aus vollem Herzen: "NEIN ZU DEN SAUEN IN DEN GRALLA-AUEN"
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