
Erschossene Krähen - von JägerInnen für ihr "Sammelalbum" aufgelegt ... Krähen und Elstern
sind durch die EU geschützt - nun sollen sie 2010 in der Steiermark wieder
getötet werden dürfen ...

Krähen sind überaus gescheite Vögel ! Sie jagen zwar auch junge und kleine Tiere, doch unsere Gegenfrage: Was macht der Mensch tagtäglich ...?!

Auch Elstern sind überaus intelligent und geschützt. Nur Österreich will sich wieder mal negativ hervorkehren - wir sagen: NEIN !
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Krone-Artikel vom 21. Mai 2010:
Rund 5.000 Krähen und Elstern sind bald frei zum Abschuss ... 3.000 Nebelkrähen, 830 Rabenkrähen und 990 Elstern sind in Graz und Graz-Umgebung bald zum Abschuss freigegeben. Das Land Steiermark erteilte die Ausnahmegenehmigung, denn Landwirte klagen über enorme Schäden, die die Tiere verursachen würden.
Krähen und Elstern sind eigentlich geschützte Tierarten, will man sie erschießen, braucht man dafür eine Sondergenehmigung vom Land. Auf Betreiben der Land- und Forstwirtschaftskammer wurde diese nun erteilt.
Werner Lakose von der zuständigen Naturschutzabteilung: "Der Abschuss ist das letzte Mittel. Zuvor müssen von den Landwirten Maßnahmen ergriffen werden, die Tiere zu verscheuchen, etwa durch Schreckschüsse, Vogelscheuchen usw. Funktioniert das nicht, dürfen die zuständigen Jäger geholt werden."
Die Landwirte klagen über gewaltige Schäden, die Krähen und Elstern verursachen würden: Siloballen, die zum Trocknen auf dem Feld lagern, würden regelmäßig aufgerissen und das Saatgut dezimiert, falls es zur Krähenabwehr nicht gebeizt ist.
Geschossen werden darf nun auf "Junggesellen" - im Gegensatz zu brütenden Krähen fliegen sie in Gruppen - nicht in der Nähe von Nestern und während der Brutzeit.
Auf die Krähen darf nur zwischen 1. Juli 2010 und 31. März 2011, auf die Elstern zwischen dem 1. August 2010 und 15. März 2011 geschossen werden.
"Die Grazer müssen sich nicht fürchten, dass Vögel in Siedlungen oder gar im Stadtpark geschossen werden. Nur Landwirte dürfen die Jäger rufen, und die agieren dann auf freiem Feld", so Lakose.Wie viele Krähen es in Graz und Graz-Umgebung gibt, weiß niemand so ganz genau - heuer soll aber eine Zählung stattfinden. Lakose: "Die genehmigten Abschüsse gefährden die Population der Tiere aber sicher nicht." Für gewaltiges Aufsehen sorgten vor zweieinhalb Jahren Krähen, die in Weiz insgesamt sieben Lämmer gerissen haben. Solche Fälle sind aber die absolute Ausnahme.
Petra Kulmer von der Tier-WeGe dazu:
"Wir werden diese Entscheidung auf jeden Fall mit anderen Tierschutzorganisationen bekämpfen ! Einerseits bauen unsere LandwirtInnen Lebensmittel wie Mais, Raps u.ä. an, um diese dann zur Energiegewinnung zu verheizen ! Und andererseits sind sie dann unseren Mitbewohnern dieser Erde die paar Körnderl zu 'neidig' ! Es lebt nicht nur der Mensch auf diesem Planeten - dass müssen wir einmal begreifen ! Und wir können auch nicht alles kontrollieren und entscheiden, wie wir wollen. Auch diese intelligenten Vögel haben ein Recht zu leben - das hat nicht der Mensch zu entscheiden ... Wie gesagt: Das werden wir nicht einfach so hinnehmen !"
Tier-WeGe - 22.05.2010
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