
Dr. Remele, BZJM Raith, Moderator Krispel, DI Puchegger (v.r.n.l.) stellten sich der kontroversen Diskussion zum Thema Jagd ...

Bevor die Podiumsdiskussion losging, wurde ein Auszug aus VGT-Film zum Thema Jagd in Österreich gezeigt ...

Tausende und Abertausende Tiere - wie hier zB ein Reh - werden Jahr für Jahr von JägerInnen erschossen ...
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Am Donnerstag, den 03. Februar 2011 veranstaltete die JVP Umwelt in Markt Hartmannsdorf eine Podiumsdiskussion zum Thema "Jagd in Österreich". Rund 80 Interessierte besuchten die Veranstaltung, was auf das große Interesse der Bevölkerung zu diesem Thema schließen läßt. BefürworterInnen und GegnerInnen der Jagd trafen an diesem Abend aufeinander.
Am Podium stellten sich Prof. Dr. Kurt Remele (Tierethiker), Karl Raith - (Bezirksjägermeister) und DI Puchegger (Ökojäger) der kontroversen Diskussion. Zu Beginn wurde ein Auszug des kritischen VGT-Films zum Thema 'Jagd in Österreich' gezeigt.
Danach stellten sich die Referenten unter der Moderation von Hrn. Krispel kurz vor und erklärten Ihre Ansichten zur Jagd. Die unterschiedlichen Einstellungen führten rasch zu einer äußerst argumentationsreichen Diskussion. Positiv war, dass Pro und Kontra zur Jagd die meiste Zeit auf einer sachlichen Ebene behandelt werden konnten, obwohl es unserer Meinung nach zeitweise mehr zu einer Grundsatzdiskussion "Vegetarisch leben oder nicht" ausartete. Was uns aber nur recht sein kann, wenn auch dieses Thema besprochen wird.
Unzählige Tiere werden Jahr für Jahr allein in Österreich von JägerInnen erschossen. Die Jagd ist aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen und das wollen wir und andere TS-Organisationen unbedingt ändern. Es gibt in der Jagd zudem viele Dinge, die dem Hauptargument der Jägerschaft "Hege und Pflege" widersprechen:
- die Winterfütterung (Mast der Waldtiere für mehr Abschüsse)
- Fasanenzucht für Treibjagden (Tiere als lebendige Zielscheiben)
- Zuviele JägerInnen (jedeR JägerIn will 'sein Tier schießen')
- Zuwenige Tests für JägerInnen (Waffenbesitz - Tauglichkeit ?)
- Blei-Schrotkugeln (vergiften Wasser, Umwelt und Tiere und somit auch Menschen)
- Erschießen von Haustieren
- uvm.
Insgesamt dauerte die Diskussion bis 22:00 Uhr, wobei der Moderator, Christoph Krispel (Vizebürgermeister Markt Hartmannsdorf) den Abend beenden musste, weil es viel zu viele Wortmeldungen und Fragen seitens des Publikums gab.
Die Diskussion war eine sehr gelungene Veranstaltung - wir bedanken uns bei den OrganisatorInnen Manuel Hofbauer und Gabi Liebmann ! Und wir erwarten schon gespannt die nächste Diskussion, denn dieser Abend soll ein "Start" gewesen sein, damit sich JägerInnen endlich ernsthaft
mit den Anliegen der TierschützerInnen auseinanderzusetzen beginnen. Wir sind jederzeit gerne bereit, weitere Gespräche und Diskussionen zu führen ! |
Die Tier-WeGe - 08.02.2011
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