
So fanden wir Nadja vor: Sie konnte nicht laufen ... 3 gebrochene Beine ...

Und das ist Nadja heute: Sie läuft bereits wieder fröhlich durch die Gegend !

Das war Necki, als wir sie in Rumänien kennenlernten - eine riesige Wunde klaffte an ihrem Hals ...

Und das ist Necki jetzt: Es ist nahezu nichts mehr von der riesigen Wunde zu sehen !

Das war Sunday ... völlig misstrauisch ...

Und das ist Sunday heute: Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte !

Blacky nach seiner Rettung in der Transportbox - er kann sich nicht bewegen ...

Und das ist Blacky heute bei seiner neuen Familie. Sein neuer Name Buddy hat ihn sein altes Leben abschließen lassen.

Für Skinny kam unsere Hilfe leider zu spät. Er verstarb trotz aller Bemühungen der Arche Noah an seiner schweren Krankheit
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Vor fast genau zwei Monaten bin ich mit Niki und Barbara nach Craiova gefahren, um dort Futter und Sachspenden an eine Tierschutzorganisation zu übergeben. Auch auf dem Rückweg war unser Transporter nicht leer, ganz im Gegenteil: wir hatten fünf Hunde mit an Bord, und ich möchte gerne berichten, was aus ihnen geworden ist:
Nadja: Sie war ja der eigentliche Grund unserer Reise. Nadja ist eine Seele von Hund und ein einziger Blick in ihre tapferen Augen reichte aus, um dies zu erkennen. Mit zwei gebrochenen Oberarmen und einem gebrochenen Hinterbein, aber einem unbändigen Willen zu leben, hat sie die 8 Wochen in der Arche Noah wunderbar überstanden. Die Operationen sind sehr gut verlaufen und man mag es kaum glauben: sie kann laufen ! Zwar noch etwas vorsichtig, aber mit jedem Schritt wird ihr Lebenswille noch stärker. Sie strahlt etwas ganz Besonderes aus: Unendliche Dankbarkeit für die Chance, hier in Österreich ein neues Leben beginnen zu dürfen. Sie wurde bereits an ein Traumplatzerl vermittelt. Mögen ihr noch viele unbeschwerte Jahre vergönnt sein ...
Necki: Mit einem dicken Verband um den Hals haben wir sie das erste Mal in Rumänien gesehen. Es war aber nicht der Verband, der mir als erstes auffiel, sondern ihr heftiges Schwanzwendeln. Es war wohl ein Zeichen, dass sie gerne mit uns kommen möchte. Nur durch die intensive und zeitaufwendige Arbeit des Ärzte- und Pflegeteams der Arche Noah war es möglich, dass von einer handgroßen Wunde fast nichts mehr zu sehen ist. Necki war auch immer sehr tapfer, wenn zB Salbe direkt auf ihre Wunde aufgetragen wurde. Sie ist eine liebenswerte, zutrauliche und anschmiegsame Hündin, die gerne kuschelt. Sie sucht noch einen tollen Platz ...
Sunday: Am Parkplatz wurde sie von uns aufgelesen, vor Kälte zitternd und vom Hunger ausgemergelt. Schon damals war sie eine kleine „Anführerin“ und beanspruchte unser Futter für sich alleine. Anders ist ein Überleben dort wohl kaum möglich. Nur die Stärkeren haben hier eine Chance. Sunday hat diese genutzt, und sie wird hoffentlich nie mehr um ihr Fressen kämpfen müssen. Leider ist ihr Futterneid noch sehr stark ausgeprägt. Sie würde gut zu jemandem passen, der sehr aktiv ist und der sich voll und ganz Sunday widmen kann ...
Blacky (nun Buddy): Ein Häufchen Elend trifft wohl am besten auf Blacky zu, als wir ihn das erste Mal gesehen haben. Er wurde von einem Auto angefahren und lag apathisch in einer Box in der rumänischen Tierarztpraxis, die aber für einen dreifachen Beckenbruch nicht über die notwendigen Operationsmöglichkeiten verfügt. Auch hier hat das Ärzteteam der Arche Noah ganze Arbeit geleistet. Nach der erfolgreichen Operation und der Pflege seiner neuen Familie, hat sich nun mittlerweile Buddy zu einem aufgeweckten, neugierigen, jungen Hund entwickelt, der sich am liebsten im frisch ergrünten Frühlingsgras wälzt ...
Skinny: Dies ist ein kleiner Wehrmutstropfen in der ansonsten geglückten Rettung. Skinny war schon bei der Abreise aus Rumänien sehr schwach und äußerst unterernährt. Auch die Versuche der Arche Noah, ihn wieder aufzupäppeln waren bei diesem Hund leider nicht von Erfolg gekrönt. Trotzdem hat er in seinen letzten Tagen erfahren, dass es auch Menschen gibt, die es gut mit ihm meinen ...
Diese Rettungsaktion wäre ohne eine Person nie möglich gewesen: Herbert Oster, Präsident des Aktiven Tierschutzes Steiermark. Er war der Erste, der sofort seine Hilfe anbot. Doch damit nicht genug: „Ich werde in Craiova ein Hilfsprojekt starten, das in erster Linie die Versorgung der vielen armen Tiere mit Futter, mit tierärztlicher Hilfe und mit deren Kastration beinhaltet. Das Projekt soll Beispielwirkung haben. Es soll zeigen, dass es sinnvolle Maßnahmen gibt, das Problem der Streunerhunde in einer humanen, tierfreundlichen und sinnvollen Art zu lösen. Durch die Kastration der Tiere wird weiterer Nachwuchs verhindert. Durch tierärztliche Versorgung der Tiere wird sichergestellt, dass die Tiere nicht schwerverletzt oder schwer krank herumlaufen und letztlich qualvoll sterben. Es muss den Menschen klar gemacht werden, dass sie eine Verantwortung für die Tiere haben. In einem Land wie Rumänien wird dies ein langer Weg werden, bis die Menschen diese Verantwortung auch wirklich wahrnehmen, aber es wird uns gelingen – Schritt für Schritt.“
A. Höller, Die Tier-WeGe - 28.03.2010
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