Beim Thema 'Tiertransporte' gehen die Wogen hoch. Das zeigte einmal mehr die gestrige Diskussion zum Thema, die die Arche Noah veranstaltet hatte. Niki Kulmer vertrat die Tier-WeGe am Podium und diskutierte mit der Vertreterin der Veterinärbehörde Steiermark, Fr. Dr. Loibersböck sowie mit dem EU-Experten Hrn. Mag. Kilczel vor rund 60 interessierten Menschen.
Gerade vergangenen Freitag war ein polnischer Tiertransporter mit exotischen Tieren wie Krokodilen, Störchen, Fröschen und anderen Tierarten von der Polizei gestoppt und kontrolliert worden. 28 Frösche waren bereits tot, zwei der Frösche lebten noch, doch die zu Rate gezogene Tierärztin ließ den Lkw trotzdem weiterfahren. Dieser aktuelle Fall ist für uns ein weiteres Paradebeispiel, dass Tiertransport-Kontrollen nicht zufriedenstellend verlaufen. Speziell in diesem Falle hätten die Tiere beschlagnahmt werden müssen, denn die toten 28 Frösche zeigten offensichtlich, dass der 'Gesundheitszustand' der Tiere mehr als bedenklich war - mehr als tot kann ein Lebewesen nicht sein ...!
Niki referierte über unsere bisherigen Kontrollen, die Missstände, die wir bei nahezu jedem Lkw vorfinden und über die eklatante Missachtung der EU-Verordnung in Sachen Tiertransporte. Auch die Zustände auf sogenannten Viehmärkten anhand unserer Recherchen in Polen wurden thematisiert.
Das Publikum zeigte sich sehr betroffen und dementsprechend emotional fiel die Diskussion aus. Was unserer Meinung nach eine ganz normale Reaktion darauf ist, wenn Tiere in unserer heutigen Zeit in einem solch großen Ausmaß gequält werden.
Wir bedanken uns beim Aktiven Tierschutz Steiermark für die perfekte Organisation des Abends.